Internetprovider sind keine Hilfssherrifs

Wenn alle so wären wie “Schnarri” [YouTubeVideo mit Pelzig] dann wäre die FDP wieder als Bürgerrechtspartei wählbar. Falls die FDP bald dank Niebel & Co. verschwindet, werden manche Piraten eine erfahrene Käpferin für Bürgerrechte gern in ihrer Partei sehen.

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Partizipation in Sachen Medienkompetenz

In unseren Kitas propagieren bereits übereifrige Pädagogen die Partizipation für die Drei- bis Sechsjährigen. Damit sollen Kinder für richtige Entscheidungen zum Leben in der Gemeinschaft befähigt werden. Später hingegen, wenn die Kinder ins internetfähige Alter kommen, lassen oftmals sinnvollere Partizipationsbemühungen nach, weil das zu viel Mühe und Zeit kostet. Eltern wundern sich erst, wenn sie wegen der unbeaufsichtigten und unbedarften Aktivitäten des Nachwuchses Post erhalten, auf die sie gern verzichtet hätten – Rechnungen, Abmahnungen, Unterlassungserklärungen gehören zu den Folgeerscheinungen unzureichender Medienkompetenz.

Ich selbst war auch schon davon betroffen, weil eines unserer Kinder in irgendeiner Abofalle seine E-Mail-Adresse eingesetzt hatte und damit einem wertlosen Abo zugestimmt hatte. Nur massiver Widerspruch mit dem Hinweis, dass das Kind noch nicht geschäftsfähig ist und wir für diese Fälle eine Rechtsschutzversicherung haben, verhinderten monatliche Kosten, welche das Taschengeld des naiven Sprösslings weit überstiegen.
Der Vorfall war Anlass, dass wir uns mit den Kindern verstärkt mit der bis dahin unterentwickelten Medienkompetenz beschäftigt haben. Die Einsicht der Notwendigkeit war jetzt vorhanden, weil das Taschengeld und der Internetzugang zur Disposition standen. Das wurde noch verstärkt, als Eltern von Schulkameraden berichteten, dass Sie mit Anwälten aus Hamburg korrespondierten, die unerlaubtes Filesharing mit Hilfe der Providerdaten nachgewiesen haben. Ein „Glück“, dass die lieben Abzockeranwälte so nett waren und statt der geforderten 6000 nur 700 Euro bei einem Vergleich und einer unterschriebenen Unterlassungserklärung haben wollten.
Mittlerweile besitzen schon viele Grundschüler internetfähige Hardware und das erzwingt bei den Eltern der vom Internet ausgeschlossenen Mitschüler eine Nachrüstung damit sich die Sprösslinge nicht aus der SchülerVZ- und Facebook-Gemeinschaft ausgegrenzt fühlen.
Wenn mehr als ein Drittel der Schüler von Cyber-Mobbing betroffen sind, sollten sich Eltern damit beschäftigen, welche Gefahren durch mangelhafte Medienkompetenz drohen. Die Sorgfalt der Eltern darf sich nicht darauf beschränken, dass man einen sicheren Schulweg sucht. Wer sein Kind täglich mit dem Auto zum Schuleingang fährt und die Wege des Kindes im Internet nicht begleitet, ist mitschuldig, wenn das naiv handelnde Kind ein Opfer der Internetkriminellen wird. Nebenbei sind auch noch politische Rattenfänger zur Nachwuchswerbung für radikale Parteien tätig. Gerade Kinder mit wenig sozialen Kontakten sind gefährdet. Einstiegsdrogen mit Suchtpotential haben Kampfspiele wie World of Warcraft und Counterstrike. Ob Amokläufe dadurch häufiger auftreten ist nicht gesichert, es zeigt sich nur, dass amoklaufende Täter das Internet bei ihren Tatvorbereitungen nutzten.
Das Internet ist dennoch unverzichtbar und verantwortliche Eltern und Erzieher müssen darauf achten, dass junge Menschen sinn- und planvoll damit umgehen können. Das aussprechen von Verboten ist nicht zielführend. Aufklärung über Risiken und glaubwürdige Vorbilder sind eher geeignet, schlimme Folgen zu verhindern.
Wer sich fast 3 Stunden mit den 17 Videos der YouTube-Playlist beschäftigt, hat einen Überblick über die gesamte Problematik der Medienkompetenz bei Heranwachsenden und hat auch nebenbei eigene Wissensdefizite beseitigt. Die Kunden der jetzt verhafteten Megauploadbetreiber waren hauptsächlich Erwachsene, die jetzt in manchen Fällen mit Bestrafung rechnen müssen weil sie Urheberrechte missachtet haben.

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Cyber-Kriegsschauplätze

Kriege laufen heute anders ab: Man sabotiert via Internet die Infrastruktur des Gegners und man diskreditiert missliebige Politiker durch Veröffentlichung von kompromittierenden Daten.
Wer die Guten und die Bösen sind, das hängt vom eigenen Standpunkt ab.
Bei der Beseitigung von Diktatoren sind sich alle Demokraten einig. Im israelisch-arabischen Konflikt wird es schon schwierig, weil das Gute und das Böse auf beiden Seiten zu finden ist.
Heute berichtete die Jüdische Allgemeine über eine Schlacht im Cyber-Krieg: Arabische Hacker eröffnen im Internet eine neue Front gegen Israel. Websites der Fluggesellschaft El Al und der Tel Aviver Börse werden lahm gelegt und gestohlene israelische Kreditkartendetails werden veröffentlicht, damit ihren Besitzern bzw. israelische Banken geschädigt werden.
Wie Bombenabwürfe über Großstädten schädigt solches Verhalten überwiegend Unschuldige. Angegriffene Regierungen werden Exempel statuieren wenn sie über Mittel verfügen. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, wann erste Hacker ihr Leben verlieren.
Vor ein paar Tagen erschien in der Jüdischen Allgemeinen auch ein bemerkenswerter Artikel der politischen Geschäftsführerin der Piratenpartei.
Sie wendet sich gegen die Methoden der Anonymen Hacker, wenn diese Gesinnungsschnüffelei betreiben ohne dass Rechtsverstöße vorliegen.

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Wissensmanagement im Enterprise 2.0

Viele Führungskräfte nehmen gern den Begriff „Lernende Organisation“ in den Mund und wissen nur aus der Theorie, worum es geht.


Teil 2
Teil 3
Handlungsbedarf in der Wirtschaft und in der Politik wird leider erst bei horrenden Verlusten erkannt.
Dann ist es oft schon zu spät für den Richtungswechsel.
Die Softwarebeschaffung und Installation ist kein Problem. Es sind die Menschen, die durch Schulungen und durch geeignete Vorbilder langsam überzeugt werden müssen. Das geht nicht in Quartalen. Der Erfolg wird sich erst nach mehreren Jahren einstellen.
Über soziale Medien vernetzte Menschen haben Vorteile. Sie wollen teilhaben an der gesellschaftlichen Entwicklung und wollen auch im Unternehmen mehr partizipieren als bisher. Flache Hierarchien werden von Facebook, Twitter & Co optimal unterstützt und jüngere und aufgeschlossene ältere Fach- und Führungskräfte wandern zu Unternehmen, die ihren kreativen Neigungen mehr Raum geben als die klassischen Organisationen von früher.
Im Rahmen eines Projektes von T-Systems ist eine dreiteilige Präsentationsreihe zum Wissensmanagement freigegeben worden. Alle, die sich in das Thema Wissensmanagement neu einarbeiten müssen, können in weniger als einer Stunde interessante Aspekte kennenlernen.

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Jahreswechsel auf Norderney

Die Uhren gehen anders wenn man auf eine Insel fährt. Zum Jahresende hatten wir Lust auf die Nordsee. Weil bei der Ankunft gerade Sturm und Hochwasser war, konnten wir beim Übersetzen eine halbe Stunde sparen weil die Fähre den direkten Weg über das Ostfriesische Wattenmeer nehmen konnte.

Am nächsten Tag schien die Sonne und verleitete eine Touristenfamilie während der Ebbe durch das Watt zu gehen. Offensichtlich reichten die Kenntnisse nicht zur sinnvollen Planung und die Hubschrauberrettung verhinderte Schlimmeres.
Das Urlaubsende auf Nordseeinseln kann man nicht genau kalkulieren, weil bei starkem Sturm die Fähren nicht verkehren, wie es ein paar Tage später geschah. Wir hatten nur Wartezeit auf dem Parkplatz an der Fähre. Trotz der Zahlung von 4 Euro Parkgebühr pro Tag akzeptierte die Schranke unser Parkticket nicht, so dass wir die Reederei anrufen mussten, um nach einer halben Stunde mit dem Auto endlich den Heimweg antreten zu können.
Die Norderneyer-Bausünden der letzten Jahrzehnte und die Widrigkeiten des Wetters nimmt man bei der erfrischenden Umgebung gern in Kauf. Die Menschen sind freundlicher als an den meisten Urlaubsorten.
Wenn man nach der Silvesternacht in der Hektik der Abreise seine Lesebrille vergisst, wird sie von der Chefin des Hauses persönlich eingesammelt und ohne Aufheben nachgesendet. Wahrscheinlich ertragen die Ostfriesen ihre Touristen so gut, weil sie sich in langen Herbst- und Wintermonaten von ihnen in stressarmer Umgebung erholen können :)

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Vom Umgang mit Wahrheit und Information

Ohne die Erfindung des Buchdrucks hätte die Reformation keine Chance gehabt.
Ohne die Erfindung des Internets hätten die Demokratiebewegungen in arabischen Ländern in Asien und Osteuropa keine Chance. Dank Wikileaks & Co werden Kungeleien, Seilschaften und Vetternwirtschaft in unserem Land gnadenlos aufgedeckt – und das ist gut so! Jeder, der ein Amt anstrebt muss damit rechnen, dass Altlasten das frisch gewonnene Amt wieder gefährden. Das erfährt gerade der Bundespräsident. Wenn er sich im Amt hält, wird das eine Lehre für alle zukünftigen Bewerber sein. Nur mit Ehrlichkeit macht man sich in solchen Ämtern nicht angreifbar. Nach dem Rücktritt von Baron zu Guttenberg und der Kredit-Affäre Wulff steht im Raum, wer als nächstes über Altlasten stolpert.
Aus den Reihen der Feinde und Neider wird ein Judas plötzlich und unerwartet via Internet Dateien an der richtigen Stelle einschlagen lassen und die nächste Affäre ins Rollen bringen. Hochgefährliche Bankdaten oder Privatdossiers reichen für die Hinrichtung auf der medialen Guillotine. Waren es früher die Springers, Augsteins und Nannens, die den Daumen senken konnten, so ist es heute ein Millionenheer welches in den sozialen Netzwerken mit einem Klick die Existenzzerstörung auslöst.
Bei der Piratenpartei ist Transparenz in der Politik oberstes Gebot und Transparenz ist jetzt gleichzeitig die Waffe mit der sich die Partei selbst bedroht. Wenn man das Resümee zum Offenen Brief eines prominenten Piraten aus Berlin liest, kann man nur über menschliche Abgründe und Dummheit staunen. Bemerkenswert ist, dass die Transparenz dann doch begrenzt wurde. Der offene Brief ist jetzt nicht mehr offen …
Nach hoffnungsvollem Start macht man den im September in Berlin errungenen Wahlrfolg zu Nichte. Beim hochtransparenten Schauspiel schauen politischen Gegner zu, wie sich technisch intelligente Menschen mit der sozialen Intelligenz und zwischenmenschlichen Beziehungen schwertun.
Das alles wiegt umso schwerer weil das überhaupt nicht zum selbst gewählten Anspruch passt. Solche Ferkeleien und Machenschaften erwartet man bei Altparteien.
In solch schweren Fällen ist dort mangelnde Internetkompetenz hilfreich. Man kann nicht unüberlegt zur Tastatur greifen, um den Kontrahenten einen Streich zu spielen.
Nur im direkten Duell werden die Pofallas gegen die Bosbachs hemmungslos und lassen Sicherungen durchberennen:

Andererseits macht die Art von Sprachlosigkeit, wie sie von Silvana Koch-Mehrin in der Mitte des Videos demonstriert wird, auch nur extrem lächerlich und unwählbar. Aber das macht wohl nichts mehr weil es bald keine Wähler mehr für diese Partei gibt.

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Ab in die Wüste – Hinweise für die SEO-Sparte

Täglich kommen hier Anfragen nach Link-Tausch u.ä. an. So etwas ist nicht kreativ und wird automatisch als Spam abgelehnt, wenn es noch nicht einmal in Deutsch formuliert werden konnte. Exklusive Beiträge sind willkommen. Wer hier auf der Seite durch einen Link von einem selbst geschriebenen Beitrag vertreten sein möchte, hat zwei Möglichkeiten:
Er erstellt ein 08-15-Advertorial mit Bild oder Video und zahlt dafür 50 Euro für einen Platz im Weblog. Die Erscheinungsdauer ist ein Jahr.
Er strengt sich richtig an und bemüht einen Autor, der Exklusives, Persönliches oder Witziges schreibt – also etwas, das unsere Leser mögen.
Die Einblendung des nachstehenden YouTube Videos erfolgt völlig ohne Honorar und ist auch zeitlich unbegrenzt.

… und das einfach nur, weil das Video kreativ ist und das beworbene Produkt in die heutige Zeit passt.
Ein weiteres Fallbeispiel für kostenlose Werbung für die Automobilbranche: Wer wie der Autor ein fast fehlerfreies Hybridfahrzeug seit 6 Jahren schätzt, könnte es z.B. einem Abiturienten aus der Familie überlassen, damit er damit nach bestandener Prüfung in die Wüste fährt und hier darüber berichtet. Ziel Lop Nor oder Siwanichts ist unmöglich ;-)

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Putins Gegner setzen Drohnen ein

Drohnen kamen letzte Woche ins Gerede, weil eines ihrer teuersten Exemplare aus den USA gerade vom Iran eingefangen wurde und zur Schau gestellt wird, was dem US-Präsidenten sicherlich peinlich ist. Sein russischer Kollege wird sich über Billigdrohnen ärgern, weil sie die wahre Größe der Demonstrationen nach der Wahlfälschung dokumentieren: http://www.ridus.ru/news/14365/

Zivile Drohnen lassen sich von Bastlern mit Investitionen in Höhe von ein paar hundert Euro zusammensetzen.
Während man hierzulande unterstellt, dass diese Spielzeugdrohnen vornehmlich zum Spannen beim Nachbarn eingesetzt werden, hat der russische Blogger neue Einsatzmöglichkeiten demonstriert: Wenn das Staatsfernsehen den Umfang von Großdemonstrationen nicht dokumentiert, so macht er es eben selbst via Mini-Drohne und Veröffentlichung im Internet.

Unsere Deutsche Erfinderkunst bringt technisch perfektere Drohnen auf den Markt. Ein Kasseler Unternehmen baut High-Tech-Drohnen zum Preis von Mittelklasseautos und führt sie bei YouTube vor.

Details stehen in der Lokalzeitung. Viel billigere Quadrocopter gehören mit maximal 500 Gramm Nutzlast zu den Low-Cost-Drohnen. Per Fernsteuerung können sie moderne Kameras in Positionen für Luftaufnahmen transportieren.

Profimodelle von zivilen Drohnen wurden beispielsweise zur Überwachung von Castortransporten eingesetzt. Sinnvollere Einsatzgebiete sind denkbar, z.B. zur Beweissicherung bei Schäden an hohen Gebäuden oder bei Gewaltexzessen auf Demonstrationen oder in Fußballstadien. Kein Polizist müsste sich in Lebensgefahr begeben und mit einer Kamera in den Fokus gewaltbereiter Hooligans geraten. Abgesehen davon würde eine herannahende Videodrohne viele strafbare Handlungen vermeiden, weil die Täter sehen, dass sie unter Beobachtung stehen und strafbares unterlassen.

Die Angst, dass Fehlverhalten bei Polizeieinsätzen aus der Luft dokumentiert wird, könnte der russischen Opposition bei ihrer weiteren Entfaltung helfen. Wer will jetzt im Internet oder in der Nach-Putin-Zeit vom fliegenden Blogger-Feldherrnhügel aus als Polizeischläger geoutet und später bestraft werden?

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Phantom: das griechische Wort für Trugbild

Der Wikipediatext beginnt mit: „Phantom (von gr.: Phantasma, Phantasie) bedeutet Trugbild, unwirkliche Erscheinung, Einbildung oder Gespenst, Geist“.

Betrug und Verschwendung wird in unseren Köpfen jetzt wohl auch noch damit verknüpft sein.
Wozu mussten Milliarden für Phantom-Rüstung verschwendet werden, für die jetzt die europäischen Steuerzahler herhalten müssen? Überflüssige Flugschauen im Mittelmeer taugen allenfalls dazu, griechische Soldatenfrauen zu Witwen zu machen.

Griechenland hat schon immer über seine Verhältnisse gelebt und protzt in der Ägäis mit einer überdimensionierten Armee deren größter Gegner der NATO-Verbündete Türkei ist.
Zu den ca. 21000 griechischen Phantom-Rentnern von denen Spiegel und FTD berichten, kämen dann pro abgestürztes Kampfflugzeug auch noch Phantom-Waisen und –Witwen hinzu. Das sind weitere Kosten für griechische Tragödien für die wir Steuerzahler als Finanziers des Euro-Rettungsschirms aufzukommen haben. Nehmt den Griechen ihr Militärspielzeug weg und stellt Ihren Politikern unbestechliche europäische Konkursverwalter zur Seite, die jeden Ausgabenposten abzeichnen müssen, bevor das Geld überwiesen wird. Vielleicht gibt es dann in der nächsten Generation kompetente Politiker die verantwortungsvoll handeln und Griechenland wieder zu einem anerkannten und geachteten EU-Mitglied werden lassen.

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Ruinen schaffen ohne Waffen

Bericht in der Washington PostWarum Geld für Panzer ausgeben? Parlamentarier, welche sich zur Zustimmung bei neuen Rüstungsaufträgen drängen lassen, müssen sich in Zukunft immer öfter darauf einstellen, dass man sie als Lobbisten einer überlebten Zunft betitelt.
Die teure Waffenschau taugt allenfalls für Paraden wie am französischen Nationalfeiertag.

Da können sich die Führer der Welt noch mal an alter Stärke berauschen bevor sie sich wieder in die Niederungen der Banken- und Eurorettung bewegen müssen. Ihre wirklich wichtigen Kämpfe gehen an den Terminals der Wall-Street und anderer Börsenplätze verloren. Terroristen im Cyberwar und Spekulanten kann man nicht “klassisch” bekämpfen. Selbst dritte Weltländer wie Afghanistan oder Somalia kann man mit mit den teuren Waffen nicht befrieden.
Überhaupt gefragt: An welchen Grenzen hat Deutschland Feinde, vor denen man sich mit schweren Waffen aus milliardenschweren Rüstungsdeals schützen müsste?
Der neue Feind steht im Web und vernichtet Infrastruktur unerkannt via Schadsoftware.
Die Washington Post berichtet über einen ungeheuerlichen Fall der Zerstörung eines Wasserwerks durch eine Cyberattacke und die Tagesschau übersetzt die Berichterstattung.

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